Presse-Link Holzhausen: Kabel beschädigt – 5400 Haushalte im Leipziger Osten ohne Strom
April 3rd, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Am Montag, 2. April, gab es in Holzhausen wieder einmal einen Stromausfall. Das Energieloch blieb auch den Redakteuren von Leipzig Fernsehen nicht verborgen. 10.42 Uhr scheint bei ihnen auf der Uhr gestanden zu haben, als für 5400 Haushalte im Leipziger Osten die Spannung verloren ging.
Grund war den Fernsehmachern zufolge ein durch Bauarbeiten beschädigtes Kabel in Baalsdorf. Neben Holzhausen seien unter anderem auch Haushalte in Engelsdorf, Beucha, Eicha, Wolfshain, Naunhof und Albrechtshain betroffen gewesen. Gegen 12.35 Uhr hätten alle Kunden wieder Strom gehabt.
Dorfsplitter Holzhausen #7: Tontagebau am Colmberg am Ostende von Leipzig weiter in Planung
März 19th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Der Leipziger Ortsteil Holzhausen hat viele schöne Ecken – eine der derzeit idyllischsten ist die Gegend um die ehemalige Tongrube am Ostende des Dorfes. Allerdings: Dem Kleinod drohen dunkle Wolken. Ein bayrischer Unternehmer hegt das Vorhaben, hier erneut Ton abzubauen. Seine Pläne werden seit einiger Zeit vom Sächsischen Oberbergamt geprüft.
Weil es lange keine Zwischenmeldungen zu diesem Vorgang gab, hat das Netzmagazin radioneuseenland.de der in Freiberg ansässigen Behörde am 13. März 2012 einige Fragen zur Lage der Dinge geschickt. Die Antworten kamen am Folgetag von Prof. Dr. Bernhard Cramer. Er hat im OBA den Rang des Oberberghauptmannes. Cramers Sätze entzaubern einen in der Holzhausener Gerüchteküche irrlichternden Hoffnungsschimmer: Nein, die Sache ist noch längst nicht vom Tisch. Girnghubers scheinen ihre Pläne für Holzhausen auch weiter konkretisieren zu wollen.
Frage eins an das Oberbergamt: Hält die Firma Girnghuber weiter am Vorhaben fest, in Holzhausen Tonabbau zu betreiben?
Cramer: Ja; hierzu fand am 9. Dezember 2011 ein Gespräch mit dem Unternehmer statt. Der Unternehmer will im Frühjahr 2012 eine Planergänzung mit den geforderten weiteren Untersuchungen beim Sächsischen Oberbergamt einreichen.
Frage zwei: Zu welchem Ergebnis ist das Oberbergamt bei der Prüfung des Vorhabens gekommen – soll der Tontagebau aus Sicht des OBA genehmigt werden?
Cramer: Zur Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens kann noch keine Aussage getroffen werden. Die Prüfung dazu findet in dem noch nicht abgeschlossenen Planfeststellungsverfahren beim Sächsischen Oberbergamt statt.
Frage drei: Ab wann ist mit der Wiederaufnahme des Tonabbaus in Holzhausen zu rechnen?
Cramer: Das Planfeststellungsverfahren wird weitergeführt. Ab wann mit einem Abschluss des Verfahrens und dem Beginn der Gewinnung zu rechnen ist, kann zum jetzigen Stand des Planfeststellungsverfahrens noch nicht abgeschätzt werden.
Foto der Woche: Tongrube Holzhausen, 19. März 2012, 18.04 Uhr
März 19th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Kirche, Doppeladler, Bahnhof, Mühle – begibt man sich auf die Suche nach aktuellen Bildern von Holzhausen, sind es immer wieder diese vier Motive, die sich vorrangig in die Blickrichtung schieben. Gotteshäuser, Denkmäler, Haltepunkt mit Schranke – sind das aber wirklich die einzig fotogenen Plätze im Dorf? Nein, weit gefehlt. Eigentlich ist auch die Gemeinde zwischen Rietzschke und Pösgraben ein sehr facettenreicher Ort; nur hat eben die eine oder andere Ecke noch nicht soviele Kameras gesehen.
Völlig unterbelichtet zum Beispiel ist die Tatsache, dass das schöne Dorf am Ostende der Sachsenmetropole auch eine Seeseite hat. Die wässrige Idylle findet sich am Fuße des Colmbergs. „Baggersee Holzhausen“ ist im elektronischen Stadtplan auf leipzig.de über das Gewässer vermerkt, das im Ort selbst einfach „Tongrube“ genannt wird. „Wüste Mark Liprandisdorf“ heißt laut Karte im messestädtischem Telefonbuch die Gegend, in der der Wasserspeicher zu finden ist.
Zugegeben: Das Holzhausener Gewässerreich ist zwar sehenswert, mit 100 Metern in der Breite und vielleicht 200 Metern Länge aber nicht unbedingt überdimensioniert. Seetauglich sind dafür wiederum die Ausstattungsmerkmale: stahlblaues Nass, Schilf und sattes Grün gehören dazu.
Entstanden ist die Idylle wohl durch einstmals hier betriebenen Tonabbau. Am Südrand des Gewässers sind noch heute Schienen einer ehemaligen Werkbahn zu finden. Der Rohstoff im Boden wiederum ist das Damoklesschwert, das unsichtbar über diesem Kleinod schwebt. Ein bayrischer Unternehmer hat vor einigen Jahren Bedarf angemeldet, hier wieder Ton abzubauen.
Das Vorhaben hat 2009 für ordentlich Aufregung im Dorf gesorgt. Zwischenzeitlich aber wurde es um die Sache wieder still. Die Angelegenheit lag zur Überprüfung beim Sächsischen Oberbergamt – dort vielleicht schlafende Hunde wollte man von Holzhausen aus nicht wecken.
Anfang 2011 gab es von der Freiberger Behörde die Meldung, dass man noch auf einige nachgeforderte Papiere warte. Bergamts-Sprecher Horler damals: „Wenn die Unterlagen vorliegen, übergeben wir diese innerhalb eines Monats erneut an die Träger öffentlicher Belange. Dazu zählt auch die betroffene Kommune, die für die ausreichende Information der Öffentlichkeit sorgt. Nach der Auslage der Unterlagen stehen wir dann auf einem Erörterungstermin in der Region für alle Anfragen, Einwendungen und dergleichen zur Verfügung.“
Danach kam wieder eine ganze Weile nichts; dummerweise aber eben auch nicht die Meldung, dass die Sache abgeschlossen sei. Am 6. März 2012 tauchte das Wort „Tontagebau“ wieder einmal bei der Ortschaftsratssitzung auf. Dabei ging es aber scheinbar nicht um Holzhausen, denn in der Ankündigung hieß es lediglich: „Information zum Tonabbau in Liebertwolkwitz“. Was genau dabei besprochen wurde, wird im Protokoll nachzulesen sein.
Da der Ausgang weiter offen scheint, liegt dem Oberbergamt seit 13. März eine neue Anfrage vor, was aus der Prüfung des Vorhabens geworden ist. Was aber auch immer geschieht: Das vermehrte Ablichten der bisher wenig beleuchteten Holzhausener Seeseite kann sich auch für den Fall lohnen, dass die Idylle nicht durch einen Tontagebau gestört wird. Dann wäre die Grundlage geschaffen, immer öfter zeigen zu können, dass es im Rietzschke-Dörfchen neben Kirche, Bahnhof, Mühle und Doppeladler auch noch andere schöne Ecke gibt.
Falls es aber doch noch geschieht, dann wären Fotodokumente von heute umso wichtiger – um später zeigen zu können, wie schön es hier einmal vor dem Tontagebau war.
Dorfsplitter Holzhausen #6: Neues aus dem Ortschaftsrat – Die Sitzungsprotokolle Dezember und Januar sind veröffentlicht
März 1st, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Die Veröffentlichung der Protokolle von Ortschaftsratssitzungen im Internet ist mittlerweile zum nicht unwichtigen Werkzeug der Bürgerbeteiligung geworden. Auch manch Holzhausener bleibt damit gern in Sachen Ortsverwaltung auf dem Laufenden, denn für die monatlichen Sitzungen fehlt oft die Zeit, wenn man nicht werktags gar außerhalb sein muss. In der Rietzschke-Gemeinde jedoch lässt man sich mit dem Einpflegen der Niederschriften ins Netz gerne etwas mehr Zeit als in anderen Ortsteilen – mitunter vergehen Monate.
Ende Februar gab es wieder einmal eine Lieferung von mehreren Mitschriften am Stück. Zehn Wochen nach dem eigentlichen Treffen war am 28. Februar 2012 die Niederschrift vom 6. Dezember 2011 ins Netz gewandert. Gleichzeitig wurde schon sechs Wochen nach dem Treffen das Protokoll der Januar-Sitzung veröffentlicht. Zum Vergleich: Die Kollegen des Mölkauer Ortschaftsrates hatten am 22. schon die Mitschrift der Beratung vom 14. Februar dem Bürger zur Verfügung gestellt.
Teil eins: Dezember 2011
Trotz der Verspätung bietet auch die Verschriftung dieses Ortsoberen-Treffens noch heute interessante Informationen. Unter anderem gibt es im letzten Protokoll von 2011 weit ausführlichere Auskünfte zum drohenden Ärztemangel und dem deswegen anberaumten Treffen mit der Kassenärztlichen Vereinigung, als sie im Ortsblatt-Bericht über diese Unterredung zu finden waren. Außerdem ist im Dezember-Schriftsatz ein Hinweis auf die scheinbar noch unklaren Hintergründe der Bauvorbereitungsmaßnahmen am Zuckelhausener Ring und eine frohe Botschaft zum Thema Bibliothek zu finden.
Zum Treffen mit der Kassenärztlichen Vereinigung durften wir in der Info-Ecke “Aus dem Ortschaftsrat” der Januar-Ausgabe von „Der Holzhausener“ lesen, dass die Versorgung ausreichend sei und es „einen Handlungsspielraum für den Ortschaftsrat leider nicht“ gebe. Eine Aussage, die nicht unbedingt hoffnungsfroh und derart verknappt auch nur in Teilen stimmt.
Denn: Im Gegensatz dazu zeigt die Lektüre der Sitzungsabschrift, dass es bei dem Treffen durchaus auch konstruktive Ansätze gegeben hat, an die die Ortsverwaltung anknüpfen könnte. Ideen und Anregungen, bei denen es verwunderlich stimmt, wie das Ortsblatt zu einem solch ernüchternden Fazit kommen kann.
Zur Erläuterung der Faktenlage heißt es im Protokoll der Sitzung vom Nikolaustag zunächst: „Herr Gerlich von der kassenärztlichen Vereinigung (KV) stellt die Rahmenbedingungen hinsichtlich der ärztlichen Versorgungsmöglichkeiten dar.“ Als zumutbare Entfernung zum Arzt seien dabei zehn Kilometer für Allgemeinmediziner und 30 Kilometer für Fachärzte benannt worden. Eine Überversorgung bestehe bei einer Auslastung von mehr als 110 Prozent. Eine Unterversorgung sehe man bei weniger als 75 Prozent.
Der Planungsbereich Holzhausen sei Bestandteil der Stadt Leipzig. Die Zulassungszahlen der Messemetropole würden belegen, dass keine Unterversorgung vorliegt. Daher sei keine Möglichkeit der Förderung zur Ansiedlung von Ärzten gegeben. Die Kassenärztliche Vereinigung könne demzufolge keinen Einfluss auf die derzeitige Situation der ärztlichen Versorgung in Holzhausen nehmen. Jedoch: Im Bedarfsfall sichere die Ärztevereinigung zu, beratend zur Seite zu stehen. Dann also, wenn der Mangel eingetreten ist.
So war es, stark verkürzt, auch im ersten Ortsblatt 2012 zu lesen. Worauf es dort aber keinen Hinweis gab: Dass dem KV-Vertreter im Gespräch auch Fragen gestellt wurden und die darauf gelieferten Antworten eigentlich gar nicht danach klingen, dass es für den Ortschaftsrat keine Möglichkeiten zum Eingreifen geben soll.
Eine im Protokoll festgehaltene Frage aus dem Ortschaftsrat zum Beispiel war: „Ist die Nachfolgeregelung bei Niederlassungsaufgabe durch die KV möglich?“ Antwort vom Ärzte-Vertreter: „Die KV kann auf Ärzte in Weiterbildung zugehen; es gibt ein Existenzgründer-Abgabe-Forum; für Holzhausen ist derzeit keine tendenzielle Entwicklung erkennbar.“
Zweiter Gedanke, diesmal aus den Reihen der Einwohner: „Können niederlassungswillige Ärzte bezüglich der Umleitung nach Holzhausen durch die KV beeinflusst werden?“ Dazu der KV-Mann: „Bei Antrag auf Zulassung sind meist alle Rahmenbedingungen inkl. Standort festgestellt. Eine Kontaktaufnahme durch den Ortschaftsrat ist aber durchaus möglich.“
Dritte Anregung: „Ist eine ärztliche Versorgung durch in Liebertwolkwitz niedergelassenen Ärzte in Holzhausen möglich?“ Antwort KV: „Die Aktivitäten obliegen einzig den Ärzten; die KV kann aber beratend wirksam werden.“
Alles keine Worte, die einen Schluss zulassen, wie er im Januar-Ortsblatt abgedruckt worden ist. Offen ist deshalb, warum im „Holzhausener“ der Eindruck eines für den Ortschaftsrat nicht vorhandenen Handlungsspielraumes erweckt werden musste.
In der letzten Sitzung 2011 ging es aber nicht nur um Ärzte, sondern auch um das große Fragezeichen der neuen Bauvorhaben am Zuckelhausener Teich. Überraschende Anmerkung dazu in der Niederschrift: „Für die Bautätigkeiten im Bereich des Zuckelhausener Ringes gibt es keine Baugenehmigung.“ Ortschaftsrat Herr Wolfram wolle sich informieren, was es mit dem Vorhaben auf sich hat.
Außerdem, so wissen wir heute, gab es schon am Nikolaustag auch offiziell frohe Kunde zu den Wirren um die Zukunft der Bücherei: „Der Fortbestand der Bibliothek in Holzhausen ist derzeit nicht gefährdet. Es gibt aber immer noch keinen Bibliotheksentwicklungsplan. Bei Vorliegen dieses Planes wird der Ortschaftsrat aktiv werden.“
Teil zwei: Januar 2012
Ebenfalls erst Ende Februar im elektronischen Ratsinformationssystem „eRIS“ der Messestadt aufgetaucht: Die Niederschrift der ersten Holzhausener Ortschaftsratssitzung des damals noch neuen Jahres 2012. Sie ging am 10. Januar über die Bühne.
Bei der Jahresauftaktversammlung der Gemeindeoberen gab es laut Protokoll Gespräche mit Vertretern der Kindertagesstätte, der Schule, des Hortes und des Jugendclubs. Thema: Ihre Arbeit in Holzhausen.
Weiterhin ging auch hier um die Sache mit den Doktoren: „Die zukünftige ärztliche Versorgung in Holzhausen wird weiterhin Thema in den Ortschaftsratssitzungen bleiben“ heißt es dazu in der Mitschrift. Bürger des Ortes wünschten sich, dass der Kontakt zu Ärzten aus Liebertwolkwitz und der derzeit noch in Holzhausen ansässigen Ärzte aufgenommen wird. Dies sei jedoch „aus diversen Gründen schwer umsetzbar“ – welche das sein sollen, blieb allerdings offen.
Schließlich findet sich im Protokoll der ersten Sitzung 2012 auch eine Notiz zum leidigen Thema der Präsenz des Orsteiles im Internet. Auch in dieser Sache hatte sich Ortschaftsrat Jörg Wolfram einst bereit erklärt, tätig zu werden. Zum Zwischenergebnis hieß im Januar allerdings lediglich: „Das Thema Internetauftritt wird in einer der nächsten OR-Sitzungen besprochen.“
Wir dürfen gespannt bleiben, wann wir davon auch in der entsprechenden Niederschrift lesen dürfen. Eine Anfrage beim Büro für Ratsangelegenheiten in der Stadtverwaltung hat übrigens ergeben, dass eine solch lange Protokollbearbeitungsdauer, wie sie der Holzhausener Ortschaftsrat an den Tag legt, dort nicht unbedingt als „üblich“ eingestuft wird.
Presse-Link Holzhausen: “74 Jahre Apfelsaft” bei nochweiter.de
Januar 11th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Schon Mitte November berichtete das mittlerweile zum Online-Medium geschrumpfte Leipziger Stadtmagazin “Noch weiter” über die Firma Bunge in Holzhausen.

Der dabei entstandene Beitrag ist den Köpfen von Franziska Gaube und Dirk Stascheit entsprungen. Die Autoren in der Einleitung: “Ein saftiges Geschäft: In einer Lohnmosterei bringen Laubenpieper und Häuslebauer ihre überzähligen Früchte vorbei und bekommen für recht kleines Geld naturbelassene Säfte zurück. Ein traditionsreiches Haus in Holzhausen existiert noch immer – trotz Bürokratie und Ernteausfällen. Ein Besuch.”
Inhaltlich geht es um die Firma Bunge und ihre Geschichte sowie um Kämpfe mit Behörden, Turbokapitalismus und die alltägliche Saft-Arbeit. Prädikat: Lesenswert.
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Pressemitteilung Holzhausen: „Bilder der Schöpfung“ – Ausstellung des “Fotoclub Berggut” im Parkkrankenhaus
Januar 10th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Mit ihren Fotoapparaten rücken sie der Natur zu Leibe, um sie voller Bewunderung von ihrer schönsten, ihrer geheimnisvollsten und ihrer farbenprächtigsten Seite zu zeigen: Der „Fotoclub Berggut“ aus Leipzig-Holzhausen hat eine Auswahl seiner Natur-Fotografien zur Ausstellung „Bilder der Schöpfung“ verdichtet.

Vom 11. Januar bis 31. März 2012 werden die Werke im Foyer der Psychiatrischen Kliniken des Leipziger Park-Krankenhauses zu sehen sein. Eröffnet wird die neue Bilderschau mit einer kleinen Vernissage, die am 11. Januar 2012 um 16.00 Uhr stattfindet.
Für die Ausstellung „Bilder der Schöpfung“ haben die Mitglieder des Fotoclubs Berggut ihre besten Werke zusammengetragen, die eine sichtbare Freude an Tieren und Landschaften ausstrahlen. Während für einige Fotos weite Reisen unternommen werden mussten, lagen andere Motive buchstäblich von der eigenen Haustür. Auch der Leipziger Zoo bot sich als Quell für fotografische Inspirationen. Allen Motiven ist eines gemeinsam: die staunende Bewunderung der Natur.
Der in Leipzig-Holzhausen ansässige “Fotoclub Berggut” wurde im Frühjahr 2005 von einer kleinen Gruppe fotobegeisterter Autodidakten gegründet. Von Beginn an steht die Natur in ihren unterschiedlichen Ausprägungen im besonderen künstlerischen Blickfeld. Aus der gemeinsamen Arbeit sind bereits mehrere Ausstellungen entstanden. Heute befindet sich der Fotoclub Berggut unter dem Dach des Heimatvereins Holzhausen.
Am Mittwoch, den 11. Januar 2012, wird die Ausstellung um 16.00 Uhr im Rahmen einer Vernissage eröffnet. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird Kunsthistorikerin Christine Dorothea Hölzig eine kurze fachliche Einführung in die Ausstellung geben. Für die musikalische Umrahmung sorgt Eduard Funkner auf seinem Bajan (osteuropäisches Knopfakkordeon).
Presse-Link Holzhausen: Drohender Ärztemangel?
Dezember 9th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
Gernot Boriss hat sich für die Leipziger Internet-Zeitung L-IZ mit dem Ärztemangel in Holzhausen beschäftigt. In seinem Artikel “Praxensterben am Rande der Großstadt” vom 9. Dezember kommt auch die Ortsvorsteherin zu Wort.
Zur Doktorsituation im Rietzschkedörfchen heißt es dabei von Ursula Grimm unter anderem: “Von Bürgern wurde das Problem an uns herangetragen, dass die beiden niedergelassenen Hausärztinnen bereits im Rentenalter sind und die Gynäkologin die Praxis aus Altersgründen bereits aufgegeben hat.”
Deshalb hätten die Ortschaftsräte in ihrer Sitzung am 6. Dezember 2011 “nicht den Nikolaus zu Gast” gehabt, sondern einen Vertreter der kassenärztlichen Vereinigung (KV). Thema des Gespräches: Die zukünftige medizinische Versorgung der 6000-Seelen-Gemeinde.
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Dorfsplitter Holzhausen #5: Bibliothek wackelt
November 11th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
Die Zukunft der Holzhausener Bibliothek scheint gefährdet. Medienberichten zufolge werde in der Stadtverwaltung derzeit darüber nachgedacht, die Buchausleihe in die Verantwortung des Heimatvereines zu übergeben. Grund für die Planspiele sind Überlegungen, im städtischen Bücherei-Sektor Stellen zu kürzen.
Die eventuelle Schließung war auch auf der Oktobersitzung des Holzhausener Ortschaftsrates ein Thema. Im zugehörigen Protokoll heißt es zum umstrittenen Vorhaben: „Die Erhaltung der Bibliothek in Holzhausen ist gefährdet. Laut Aussage von Herrn Ackermann ist dies abzuwenden, wenn 1 ½ Planstellen eingespart werden können.“ Gegen eine Schließung spreche den Räten zufolge auch der laut Flächennutzungsplan zu sichernde Standortfaktor „Bildung“. Dazu gehöre die Bibliothek zweifelsfrei, zumal sie auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt werde.
Die Holzhausener Bücherei kann scheinbar auf in den letzten Jahren stetig gestiegene Nutzungszahlen verweisen. Der Gemeindevorstand in der Sitzungsniederschrift zu seinen Plänen, die drohende Privatisierung abzuwenden: „Der Ortschaftsrat wird einen fraktionsübergreifenden Antrag im Stadtrat anstreben, diese Einrichtung zu erhalten. Eventuelle Personalkosten für die Durchführung von Veranstaltungen können ehrenamtlich abgedeckt werden. Eine Fahrbibliothek ist als Alternative nicht zu akzeptieren und wäre höchstwahrscheinlich wesentlich teurer.“
Zum Protokoll im elektronischen Ratsinformationssystem eRiS
Rathausmeldung Holzhausen: Rad- und Gehweg an Alter Tauchaer Straße wird gebaut
November 6th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
An der Alten Tauchaer Straße zwischen Liebertwolkwitz und Holzhausen wird von der Feldstraße bis zur Jahnstraße ein Rad- und Gehweg gebaut. Dies geht aus der gestrigen Sitzung (1. November, Anm. d. Red.) der Verwaltungsspitze hervor. Die Baumaßnahme ist Bestandteil des städtischen Straßen- und Brückenbauprogramms 2006-2012 und soll mit Unterstützung des Landes Sachsen für rund 751.000 Euro (Anteil Stadt Leipzig 413.000 Euro) ab Juli 2012 umgesetzt werden.
Von der Feldstraße bis zur Clemens-Thieme-Straße wird die Fahrbahn auf sechs Meter verbreitert. Ein genereller Ausbau der Fahrbahnfläche erfolgt nicht. Der Rad- und Gehweg wird in diesem ersten Bauabschnitt auf einer Breite von 2,50 Meter und einem 50 Zentimeter breiten Sicherheitsstreifen an den östlichen Fahrbahnrand der Alten Tauchaer Straße angebaut. Den ankommenden Rad- und Gehweg fortführend erfolgt dies in Pflasterbauweise.
Zwischen Clemens-Thieme-Straße und Jahnstraße wird der Rad- und Gehweg auf der westlichen Seite als separat trassierter Rad- und Gehweg geführt. Er weist eine Länge von 573 Meter auf und wird im zweiten Bauabschnitt auf einer Breite von 2,50 Meter asphaltiert. Weiterhin werden im vorgesehenen Baumstreifen 53 Bäume der Baumart Purpurerle („Alnus spaethii“) gepflanzt. Die Errichtung einer neuen Beleuchtungsanlage ist ebenfalls vorgesehen.
Nachtrag Straßennamen (11.11.2011): Während weitgehend klar sein dürfte, warum die Feldstraße gerade diesen Namen trägt und die Alte Tauchaer Straße nicht Neue Moskauer heißt, scheint in Holzhausen weitgehend unbekannt, dass die Clemens-Thieme-Straße nach dem Bauherren des Völkerschlachtdenkmals benannt worden ist.
Ihm und seinen Errungenschaften hat die Wikipedia eine eigene Seite gewidmet. Über den Leipziger Baufachmann und seine Errungenschaften heißt es in der Netz-Enzyklopädie: „Clemens Thieme war der Sohn eines kleinen Beamten. Nach einem Architekturstudium an der Königlich Sächsischen Baugewerkeschule Leipzig und am Polytechnikum Dresden wirkte er ab 1887 als selbstständiger Architekt in Leipzig.“
Einige von ihm errichtete Wohnhäuser seien noch heute erhalten. Dazu zählten unter anderem der Komplex Beethovenstraße 31 und das Gebäude Nordplatz 1. Dem Netzlexikon zufolge sei Thieme auch Projektleiter des Königreichs Sachsen beim Bau des Leipziger Hauptbahnhofs gewesen. Dabei soll er sich für die Variante des zentralen Kopfbahnhofs eingesetzt haben.
Zu Thiemes Engagement für das Kriegsmahnmal, das heute mit 91 Metern das höchste Denkmal Deutschlands ist, heißt es in der Wikipedia: „Sein wohl wichtigster Verdienst war seine Initiative für den Bau des Völkerschlachtdenkmals.“
Derweil war Clemens Thieme nicht nur Baufachmann, sondern auch Familienmensch. Als solcher hat er der Stadt nicht nur Kinder, sondern auch Enkel geschenkt. Einer der Urenkel war der Druckexperte Klaus Thieme. Er hat sich besonders als Bewahrer des Leipziger Lichtdruckkunstmuseums einen Namen gemacht. Klaus Thieme war aber auch im Kulturleben der Messestadt aktiv. Bis zu seinem frühen Tod hat er ab dem Jahr 2000 als Vereinsvorstand maßgeblich zur Rettung und Wiederbelebung des UT Connewitz beigetragen.
Rathausmeldung Holzhausen: Auslegung Außenbereichssatzung Holzhausen, Kleinpösnaer Straße
Oktober 18th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
Die Außenbereichssatzung „Kleinpösnaer Straße“ soll öffentlich ausgelegt werden. Darüber informierte Baubürgermeister Martin zur Nedden in der Dienstberatung von Oberbürgermeister Burkhard Jung. Die genauen Modalitäten werden gesondert bekannt gegeben.
Zweck der Satzung ist es, die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen für die Zulässigkeit der Wohnnutzung herzustellen, die auf einigen Grundstücken seit vielen Jahren stattfindet sowie die baulichen Entwicklungsmöglichkeiten zu fixieren und zu begrenzen.
Das rund 3,8 Hektar große Satzungsgebiet befindet sich am südöstlichen Stadtrand von Leipzig im Ortsteil Holzhausen südlich der Kleinpösnaer Straße. Es handelt sich um ein Areal, das seit den 1970er Jahren als Gartenland genutzt wird. Auf insgesamt 23 Gartengrundstücken entstanden im Laufe der vergangenen Jahrzehnte Wochenendhäuschen und andere bauliche Anlagen. Auf 13 Grundstücken geschah dies ohne Genehmigung. Fünf Grundstücke werden inzwischen dauerhaft bewohnt, was bislang eine illegale Nutzung darstellt.
Nach der Eingemeindung von Holzhausen im Jahre 2000 führte die Stadtverwaltung Leipzig aufgrund von Hinweisen auf ungenehmigte Bauten und Wohnnutzung eine Zustandserfassung durch. Im Gefolge dieser Untersuchung wurde beschlossen, den dort Lebenden ein Verbleiben in ihrer gewohnten Umgebung auf einer rechtssicheren Grundlage zu ermöglichen.




